Pflegestufe 1 und ihre Leistungen

Pflegestufe 1 – Grundsätzliches zur ersten Pflegestufe

Die Pflegestufe 1 beschreibt den Eintritt in die Pflegebedürftigkeit, richtet sich jedoch maßgeblich an Betroffene, die ihren Alltag noch überwiegend allein bewältigen können. Zumeist fallen nur kleinere Leistungen in diese Pflegestufe, was aus den Voraussetzungen ersichtlich wird:

  • 90 Minuten Hilfe pro Tag
  • 46 Minuten der Gesamthilfe entfallen auf die Grundpflege.

Ältere und gebrechliche Personen werden oftmals in diese Stufe eingegliedert. Insbesondere zählen Personen dazu, die nur in Teilbereichen des täglichen Lebens auf Hilfe angewiesen sind. Hierunter können

  • die morgendliche Grundpflege,
  • Hilfe beim Ankleiden,
  • Hilfe beim Duschen

fallen. Viele ältere Menschen können aufgrund körperlicher Gebrechen beispielsweise die Strümpfe nicht mehr ohne fremde Hilfe anziehen, während das Entkleiden problemlos funktioniert. Werden für solche Aufgaben regelmäßig Hilfspersonen benötigt, bietet sich ein Antrag auf die Pflegestufe 1 an.

Die Inhalte der Pflegestufe 1

Die Leistungen in der Pflegestufe 1 sind in vier Bereiche unterteilt, von denen zwei Bereiche eine zusätzliche Untergliederung besitzen:

  • Stationäre Kosten
  • Pflegesachleistungen ohne Demenz
  • Pflegesachleistungen mit Demenz
  • Pflegegeld
  • Pflegegeld mit Demenz
  • Weitere Kosten der Betreuung.

Die Unterteilung in Bedürftige mit oder ohne Demenz soll zur besseren Unterstützung demenzkranker Personen führen. Das Pflegegeld wird in jedem Fall ausgezahlt, die Pflegesachleistungen ersetzen jedoch, im Fall einer häuslichen Betreuung, die stationären Kosten. Zusätzliche Betreuungskosten können, je nach Aufwand, mit einem Wert zwischen 100,00 und 200,00 Euro abgerechnet werden.

Die Höhe der Pflegeleistungen und deren Voraussetzung

Da der tägliche Pflegeaufwand in der Pflegestufe 1 relativ gering ist, werden hier nur geringe Beträge bewilligt. So belaufen sich die stationären Kosten auf 1.023 Euro, die Pflegesachleistungen werden in einer Höhe von 450,00 Euro (665,00 Euro bei Demenz) ausgezahlt. Das Pflegegeld beträgt nur 235,00 Euro und wird, bei Vorliegen einer Demenzerkrankung, auf 305,00 Euro aufgestockt.

Um die Pflege sicherzustellen, sieht die Pflegekasse vor, dass die eingesetzte Pflegekraft keiner Haupterwerbstätigkeit nachgeht, die 30 Wochenstunden übersteigt. Zudem ist vorgesehen, dass sich die Pflegekraft über eine Dauer von 14 Wochenstunden im Haus der bedürftigen Person aufhält. Da der Pflegeaufwand vergleichsweise gering ist, stehen der Pflegekraft nur 26,6 Prozent der Pflegegelder zu.

So bekommt man die Pflegestufe eins

Grundvoraussetzung für die Einstufung in die Pflegestufe 1 ist die Stellung eines Antrags. Dieser wird bei der Pflegekasse eingereicht, die Voraussetzung medizinischen Dienst überprüft und schließlich, sollten alle Faktoren gegeben sein, bewilligt. Die erste Zahlung richtet sich nach dem Tag der Antragsstellung; dieser Tag gilt als Beginn der Pflegebedürftigkeit im Rahmen der Pflegestufe 1.

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