Kosten für ein Pflegeheim

Eingang von einem Pflegeheim

Die meisten hoffen, dass es sie niemals trifft, andere mussten bereits Angehörige in die stationäre Pflege geben, weil die häusliche Betreuung aus verschiedenen Gründen nicht mehr sichergestellt werden konnte. Doch wer sich einmal mit Pflegeheimen und den entstehenden Kosten befasst, erschrickt meist über die horrenden Kosten. Sicherlich gibt es staatliche oder auch kirchliche Einrichtungen, deren Betreuungs- und Heimkosten im humanen Rahmen liegen, dennoch belaufen sich hier die Monatskosten auf einen Betrag, der die 2.000-Euro-Grenze mühelos übersteigt. Exklusivere Pflegeheime und Seniorenresidenzen verdreifacht oder vervierfachen den Betrag problemlos. Kein Wunder also, dass die Kostenfrage bei aller Liebe zur Familie mit berücksichtigt wird.

Die Übernahme der Kosten eines Pflegeplatzes

Bewohner eines Pflegeheims wurden zumeist in eine Pflegestufe eingestuft, sodass die gesetzliche Pflegeversicherung für einen Teil der Kosten aufkommt. Allerdings beträgt der Höchstsatz der stationären Aufnahme selbst in der Pflegestufe 3 nur 1.550,00 Euro, sodass in den meisten Fällen ein Restbetrag übrig bleibt. Außerdem trägt die Pflegeversicherung ausschließlich die Pflegekosten, nicht aber die Kosten der Unterkunft und der Lebenserhaltungskosten. Für diesen Betrag müssen der Betroffene und gegebenenfalls die Familie selbst aufkommen, was ausschließlich mit der Rente kaum möglich ist.

Ist die Rente zu niedrig, trägt der Staat die Kostendifferenz. Diese Übernahme kann jedoch für Familienangehörige nachteilig sein, da zumindest die Kinder einer pflegebedürftigen Person eintrittspflichtig sind und, liegt ihr monatliches Einkommen über einer gewissen Grenze, automatisch Anteile der Unterbringungskosten tragen müssen.

Eine Hilfe kann der rechtzeitige Abschluss einer Pflegezusatzversicherung sein. Bei dieser können Versicherte aus mehreren Varianten auswählen, sodass mitunter mit einer Pflegetagegeldversicherung die Unterkunftskosten ausgeglichen werden können.

Die Auswahl des Pflegeheims

In der Presse stehen immer wieder Horrormeldungen von Pflegeheimen, in denen Patienten nicht ausreichend versorgt werden. In der Tat herrscht in Pflegeheimen ein starker Personal- und damit verbundener Pflegemangel. Betroffenen kann nur geraten werden, nicht das erstbeste Pflegeheim zu wählen, sondern verschiedenen Institutionen zu besichtigen und zu vergleichen. Dabei sollte der günstigste Preis möglichst keine Rolle spielen, denn nicht selten leidet die Pflege unter niedrigen Gebühren. Wurde ein Heim ausgewählt ist es sinnvoll, dieses mehrfach zu besuchen. Wer nicht nur zu vereinbarten Terminen erscheint, sich auf den Gängen umsieht und mit Bewohnern spricht, erhält einen guten Einblick hinter die Fassade. Ebenfalls ist es sinnvoll, auf Prüfsiegel zu achten oder im Internet nach Erfahrungen zu suchen.

Die häusliche Betreuung – ein Überblick

Nicht jede Krankheit und Pflegebedürftigkeit bedeutet direkt den Einzug in ein Pflegeheim. Viele ältere Menschen können sich recht gut selbst versorgen oder aber haben das Glück, dass ein Angehöriger Teile der Pflege übernimmt. Zusätzlich ist es möglich, einen Pflegedienst zu beauftragen. Dieser kommt, je nach Pflegestufe und Vereinbarung, mehrmals täglich vorbei und übernimmt folgende Aufgaben:

  • die Grundpflege
  • Medikamentenversorgung
  • Behandlung von Wunden/Pflege von Druckverletzungen
  • Essensgabe, falls über Magensonde
  • Umlagerung
  • Toilettengänge.

Zudem ist es möglich, bei schwerer Pflegebedürftigkeit einen Pfleger ganztags im Haus zu haben. Für die häusliche Betreuung kommt die Pflegeversicherung ebenfalls auf, übersteigen die Kosten jedoch die Übernahme, muss der Restbetrag aus eigener Tasche entrichtet werden. Schauen Sie hier wie die einzelnen Pflegestufen geregelt sind.

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